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Umfrage für Kinder, Jugendliche & junge Erwachsene zu einem möglichen Social Media Verbot und zur Handynutzung

Was denken Kinder und Jugendliche in Münster eigentlich selbst über die aktuelle Debatte zu Social-Media-Verboten und wie ist ihr Umgang mit dem Handy?

Wir vom Kinderschutzbund Münster wollten es genau wissen und haben die jungen Menschen nach ihrer Meinung gefragt und unglaubliche 1.191 Rückmeldungen bekommen. Die Ergebnisse unserer Umfrage sind eindeutig und zeigen, dass die Lebensrealität der Kids viel komplexer ist, als es starre Verbote vermuten lassen.

Für die meisten Befragten ist das Handy mit zwei bis fünf Stunden täglicher Nutzung ein fester Teil ihres Lebens – vor allem, um mit Freund*innen in Kontakt zu bleiben oder sich zu informieren. Doch wer denkt, die Jugendlichen würden blind konsumieren, irrt sich: Viele reflektieren ihr eigenes Verhalten sehr genau und empfinden bewusste Pausen vom Smartphone sogar als wohltuend.

Ein pauschales Verbot lehnt die große Mehrheit jedoch ab. Stattdessen wünschen sie sich faire Regeln, wie zum Beispiel sinnvolle Altersgrenzen ab 12 oder 14 Jahren, und vor allem mehr Vertrauen von Seiten der Erwachsenen. Ihr Appell ist klar: Redet mit uns über unsere Handyzeiten, statt einfach nur Verbote auszusprechen!

Kurz zusammengefasst fordern die Kinder & Jugendlichen:

  • Wir brauchen keine Symbolpolitik, sondern echte Medienbildung ab der Grundschule,
  • sicherere Plattformen
  • und vor allem die Einbeziehung von uns selbst, wenn über unsere digitale Welt entschieden wird. Nur so können wir lernen, sicher und selbstbestimmt aufzuwachsen.

Die ganze Auswertung der Umfrage findet ihr hier, oder unter den folgenden Links:

Deine Meinung zu Social Media & Handynutzung ist gefragt! – Ergebnisse

Deine Meinung zu _Social Media & Handynutzung ist gefragt!.xlsx

Wir danken allen 1.191 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Vertrauen und ihre Offenheit!

Kinderrechte-Medien-Workshop „Du hast Rechte – offline und online!“

Gemeinsam mit dem Medientrainer Simon Mayr haben wir einen Workshop für Kinder der 3. und 4. Klassen entwickelt. Ziel ist es, Kinderrechte kindgerecht zu vermitteln und gleichzeitig die Medienkompetenz von Grundschulkindern zu stärken.

Unter dem Motto „Du hast Rechte – offline und online!“ Erfahrene Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren, dass ihre Rechte nicht nur im Alltag, sondern auch in der digitalen Welt gelten – etwa beim Chatten, Spielen, Posten oder Videoschauen.

Im Mittelpunkt stehen:

  • das Recht auf Schutz und körperliche Unversehrtheit – auch online
  • ein respektvoller, grenzachtender Umgang in Chats, Spielen und sozialen Medien
  • der Schutz der Privatsphäre und des eigenen Bildes
  • Kritisches Denken gegenüber Inhalten im Internet
  • das Wissen um Vertrauenspersonen und Hilfsangebote wie die „Nummer gegen Kummer“

Der Workshop ist als präventives Angebot konzipiert und stärkt Kinder darin, Grenzen zu setzen, Hilfe einzufordern und ihre Rechte selbstbewusst wahrzunehmen.

Zum Konzept gehört immer ein begleitender Elternabend , bei dem Eltern Einblick in Inhalte und Ziele des Workshops erhalten und konkrete Anregungen für eine unterstützende Begleitung im digitalen Alltag ihrer Kinder bekommen. Zusätzlich kann eine separate Schulung für Lehrkräfte durchgeführt werden, der an die Themen der Kinder anknüpft und praxisnahe Impulse für Unterricht und Schulalltag bietet.

Etwa eine Woche nach dem Workshop haben die Kinder die Möglichkeit, eine Sprechstunde mit Simon Mayr wahrzunehmen. In diesem geschützten Rahmen können sie individuelle Fragen stellen – zum Beispiel zu bestimmten Spielen, Apps oder ihrer Handynutzung – und gemeinsam besprechen, wie sie Medien sicher, selbstbestimmt und im Sinne ihrer Rechte nutzen können.

Bei Interesse meldet euch gerne direkt bei Simon: simon@yooleo.de

www.medientraining-schule.de

Ein kleiner Jahresrückblick

Da war einiges los bei uns in diesem Jahr.

Vom Kinderflohmarkt im Jovel, über die Familientreffs am Dom bis hin zum großen Kinderrechtefest im Südpark, um nur ein paar Highlights zu nennen.

Wir freuen uns sehr, so viele Kinder und Familien getroffen zu haben und die Kinderrechte hoffentlich damit bekannter gemacht zu haben, hier bei uns in Münster.

Aber schaut selbst…

Wir sind gespannt auf das kommende Jahr und haben schon einiges geplant.

Firmenmitgliedschaft: Jetzt für Unternehmen möglich!

Der Kinderschutzbund Münster e.V. freut sich, ab sofort auch Firmen als Mitglieder willkommen zu heißen. Mit einem Jahresbeitrag ab 500 Euro unterstützen Sie unsere Angebote wie die Fachberatungsstelle KiM, den Autokindersitzverleih oder Zeitgeschenke für Kinder.

Ihre Mitgliedschaft zeigt: Ihr Unternehmen engagiert sich ernsthaft für den Schutz und das Wohl von Kindern und stärkt damit das soziale Miteinander in unserer Stadt. Die Beiträge sind steuerlich absetzbar und helfen uns, nachhaltig wirksam zu sein.

Der Weg ist ganz einfach: Formular ausfüllen und per E-Mail an info@kinderschutzbund-muenster.de oder postalisch an Berliner Platz 33, 48143 Münster senden. Für Fragen stehen wir jederzeit gern bereit.

Stadtweite Sticker-Kampagne „Alles zu viel – Melde dich!“ 

Über 50 Schulen, Jugendeinrichtungen und Vereine beteiligen sich bereits an der Aktion, indem sie die Sticker an Orten anbringen, die von Kindern und Jugendlichen häufig frequentiert werden, wie z.B. Eingangstüren, Umkleidekabinen oder Toiletten. Jeder Sticker enthält zudem einen QR-Code, der direkt zur Website des Kinderschutzbundes Münster führt. Hier erhalten die jungen Menschen weitere Informationen über die „Nummer gegen Kummer“.

„AUS DIR WIRD NIE WAS! HÖR AUF ZU HEULEN! NICHT DU SCHON WIEDER!“

Wir alle haben eine recht klare Vorstellung davon, was körperliche Gewalt ist. Ein Kind mit dem Stock zu verprügeln, war zu früheren Zeiten üblich, heute ist das für uns unvorstellbar. Für die oben genannte Aussagen und für psychische Gewalt gibt es allerdings kaum ein Bewusstsein. Dabei sind herabwürdigende Erziehungshandlungen, demütigende Äußerungen und Anschreien auch Gewalthandlungen gegen Kinder mit massiven Langzeitfolgen. Der Kinderschutzbund möchte über die Folgen und Alternativen emotionaler Gewalt aufklären und startete deshalb am Weltkindertag offiziell seine Kampagne:

Gewalt ist mehr, als Du denkst

„Seelische Verletzungen gehören leider für viele Kinder zum Alltag, sei es im Elternhaus, aber auch in Kita oder Schule. Gewalt schafft aber keine Einsicht bei Kindern, sondern demonstriert, wer der Stärkere ist“, so Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbunds.

Emotionale Gewalt gegen Kinder – Was ist das?

Was ist emotionale Gewalt? Was sind ihre Folgen? Warum ist es so wichtig, über emotionale Gewalt zu sprechen? Über diese Fragen spricht Professorin Sabine Andresen, Vizepräsidentin des Kinderschutzbundes, mit der Journalistin Kerstin Dausend. Der kurze Erklärfilm möchte eine Möglichkeit zur Reflektion und Anlass zum Austausch bieten. Unter folgendem YouTube Link ist das Video abrufbar: Gewalt ist mehr, als Du denkst – YouTube

Wir wünschen Ihnen und Euch einen gesunden und erfolgreichen Start in ein neues Kinderrechtejahr!

Kinderschutzbund Münster unterstützen

Wir freuen uns über jede Unterstützung und bieten verschiedene Möglichkeiten, Teil des Kinderschutzbundes in Münster zu sein.

 

Vielen Dank

Ihre Spende hilft!

Wir freuen uns über Ihre Hilfe.

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